Kokos-Düfte am Lago Maggiore

Liebe Mit-Urlauber,

wir sitzen hier am Lago Maggiore und was soll ich sagen: Nach einem nassen Vormittag ist es schön sonnig!

Wir hängen hier ab und lesen, nachher wird im See gebadet und gegrillt. Wir sind mit unserem 22 Jahre alten VW-Bus unterwegs, der den umwerfenden Komfort der 1990er bietet. Um den Luxus zu steigern, haben wir das Bulli-Ambiente mit einem Kaffee-Automaten und einem Fahrrad-Träger aufgemöbelt.

Bulli

Tja, leider ist der duftende Gruselschrott auch im Land von Pizza und Pasta allgegenwärtig. Gerade zog ein Vater mit seinen beiden Jungs an uns vorbei, eingehüllt in Schwaden von Kokos-Duft. Die drei kamen mit ihren Handtüchern aus den Duschen. Offenbar kam dabei die volle Duftstoff-Dröhnung zum Einsatz. Es könnte aber auch die Sonnencreme gewesen sein, die im nahe gelegenen Supermarkt mit den Worten „Silk Skin“ und „Tropical“ beworben wird. Inhalt: Unter anderem Cinnamal, eines der heftigeren Kontaktallergene, das scheinbar oft für „exotische“ Cremes und Lotions verwendet wird.

Ansonsten ist Bella Italia wunderbar! Das Essen ist fantastisch, der See ist blau, die Sonne scheint – was will man mehr!

Sonnige Grüße, Eure Coco

Leben wie in der DDR: Die Qual der Wahl entfällt

Liebe Mit-Allergiker,

für uns kommen ja nur noch wenige Pflegeprodukte und Haushaltsreiniger infrage. So muss es wohl in der ehemaligen DDR gewesen sein. „Hautcreme? Ja, haben wir, zweites Regal links“ Und da steht sie dann – die eine Dose mit der einen Creme 😉

Das ist aber irgendwie auch total befreiend! Die Qual der Wahl entfällt und man kommt überhaupt nicht mehr in Versuchung, tolle neue Super-Cremes auszuprobieren, weil es eh‘ nicht funktioniert.

Was bei mir gut funktioniert: Produkte von Siriderma, LaRoche Posay, Avene (alles aus der Apotheke), die Serie „Aloe vera“ vom Body Shop, Waschmittel von Ecover und Produkte aus der Serie „Lavera neutral“ (beides aus dem Reformhaus). Und von Rossmann Domol ultra sensitiv Waschpulver und Spülmaschinentabs. Flüssigseife von HandSan ohne Parfüm und Reinigungsmittel von Almawin (Reformhaus). Haarspray ohne Parfum gibt es von Wella und von Glynt (Friseurbedarf, Haarlack „Scirocco“). Dekorative Kosmetik kommt bei mir von Clinique.

Vielleicht erleichtert das die Suche im Dschungel der Pflegeprodukte. Allerdings muss jede/r selbst ausprobieren, womit er/sie zurechtkommt, denn das ist individuell unterschiedlich – eine Garantie gibt es nicht.

Eure Coco

Schöner wohnen: Wie man als Allergikerin im Hotel überlebt

Liebe Sommer-Urlauber,

eine gute Nachricht habe ich für Allergiker: Hotels kann man in der Regel unfallfrei und ohne rote Pusteln überleben, wenn man – ACHTUNG – einen eigenen Kopfkissenbezug und ein eigenes Handtuch für das Gesicht mitnimmt.

Beides selbst zuhause gewaschen, mit Waschmittel (zum Beispiel Domol ultra sensitiv, gibt es günstig bei Rossmann) ohne Duftstoffe. Ich benutze einen farbigen Kissenbezug und eine farbiges Handtuch, damit ich es nicht mit den Hotelsachen verwechsele, denn die sind meistens weiß.

Ein Geruchstest an der Hotelbettwäsche zeigt aber in der Regel, dass in den Waschküchen der Hotellerie offenbar keine Duftstoffe zum Einsatz kommen.

Anders sieht es in den meisten Wellness-Bereichen aus, da sollte man sich vorsehen. Insbesondere der Sauna-Bereich ist meistens mehr oder weniger „verseucht“. Auch bei Stoffservietten bin ich vorsichtig, denn die kommen mit den Lippen in Berührung. Aber bisher hatte ich keine unliebsamen „Zusammenstöße“.

Einen schönen Urlaub wünscht Euch – Coco

Sex ohne „Gruselschrott“ – der Partner muss mitziehen ….

Liebe Duftstoff-Allergiker-Partner,

einer hat bei dieser Allergie natürlich eine ganz blöde Rolle: Der Partner.

Der muss das gesamte Programm nämlich mitmachen. Denn sonst landet der ganze „Gruselschrott“, wie ich die parfümierten Cremes, Seifen und Shampoos mittlerweile nenne, beim – ähäm – Knutschen wieder auf der eigenen Haut und es kommt zu den bekannten roten Pusteln und so weiter.

Also: Mein Mann hat ziemlich gemeutert, als er die Bodylotion eines bekannten Herstellers mit weißer Schrift auf blauem Grund entsorgen musste, inklusive der dazugehörigen Duschgels und Shampoos. Und von einer Bekannten habe ich gehört, der Mann habe sich geweigert. Das sei ein „Frauenproblem“. Das ist natürlich kompletter Quatsch, und wer seinem Partner etwas Gutes tun will, der stellt sich um, so schwer ist es ja nicht.

Mittlerweile sieht mein Mann sich selbst als Experten, der die flachen Sprüche und Marketing-Strategien der Kosmetikindustrie durchschaut. Und er ist stolz darauf, dass er nur noch Produkte kauft, die der Haut wirklich gut tun ….

In diesem Sinne: Fröhliches Kuscheln wünscht Euch

Eure Coco