Geschafft! Jetzt bin ich Fachkosmetikerin

Jetzt ist es offiziell: Ich habe auf der renommierten Leibbrand-Schule die Prüfung zur Fachkosmetikerin erfolgreich bestanden. 

Dass ich das einmal machen würde, hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht geglaubt. Aber es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben viel gelernt.

Zum Beispiel, dass die Haut Ceramide braucht, um Epidermislipide herzustellen, die die Haut geschmeidig halten.

Und die Haut braucht Säure gegen Reizungen, Rötungen und Irritationen: Harnstoffsäure oder Linolsäure, um den Säureschutzmantel intakt zu halten. Denn Rötungen und Hautreizungen sind oft ein Zeichen dafür, dass dieser Schutz an einer Stelle nicht ganz intakt ist.

Mein Plan für 2018: Als Kosmetikerin arbeiten, angestellt in Teilzeit oder selbständig!

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Kontaktallergene in Kinder-Creme

Duftstoffe in Produkten für Babys? Nun ja, das kann wohl hier und da mal vorkommen. Aber dass Eltern, die für ihr Kind nur das Beste wollen,  so etwas regelmäßig für ihr Kind kaufen?!? Das kann doch nicht sein. Sollte es etwa jede Menge Eltern und kritische Verbraucher geben, die Baby- und Kinderpflege mit Inhaltsstoffen kaufen, die eine Allergie auslösen können? „Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.“ (O-Ton einer Ärztin, die Mitglied bei dem Frauennetzwerk ZONTA ist)

Ja, nee, ist klar: Hersteller wie Weleda und andere produzieren Kinderpflege mit Duftstoffen und liefern das an die Drogeriemärkte von Flensburg bis Passau, weil das keiner kauft. 

Doch, liebe ZONTA-Ärztin, so etwas wird von Eltern für Kinder gekauft und zwar massenhaft. Sei es die Traditionsmarke Kaufmanns mit den Inhaltsstoffen  Parfüm, Limonene, Geraniol, Linalool und Citronellol, sei es die Sonnencreme „Nivea Sun Kids“ mit Linalool, Limonene, Citronellol, Coumarin und Parfüm (siehe INCI unten).

Wenn auf den Packungen stehen würde: Enthält Kontaktallergene – dann würde es wohl wirklich keiner kaufen. Aber da steht nur: Linalool. Und weil kaum jemand versteht, was das bedeutet, werden diese Sachen verkauft in den Supermärkten von Flensburg bis Passau.

Dachschaden?!

 

Wer eine Duftstoff-Allergie hat, gilt als Exot. Jemand, der irgendwie ein bisschen komisch ist.  Viele finden es suspekt, wenn man allergisch reagiert auf Dinge, die überall positiv beworben wie zum Beispiel Raumdüfte, Parfüm oder duftende Bettwäsche. Dabei gibt es in Deutschland laut DAAB tatsächlich eine Million Duftstoffallergiker (Neurodermitis: 4 Millionen).

Mittlerweile sehe ich diese Klischees mit Humor. Und letzte Woche habe ich in einem Geschenke-Laden diese Postkarte gefunden, die irgendwie dazu passt. Mein Dachschaden besteht natürlich in der Fixierung auf Duftstoffe. Sterne kann ich zwar nicht sehen, aber mit den Inhaltsstoffen von Kosmetik kenne ich mich jetzt ziemlich gut aus 🙂 

Tatsache ist auf jeden Fall, dass die Allergie den Alltag grundlegend ändert und manchmal auch mehr, als einem lieb sein kann. Ich habe eine Putzfrau kennengelernt, deren Beziehung – unter anderem – deswegen in die Brüche gegangen ist. Dass sie als Reinigungskraft eine Duftstoffallergie hat, passt ins Bild, denn Berufsgruppen wie Reinigungskräfte und Friseure gehören zu den Risikogruppen. Ihr Ex-Freund fand aber, das sei ihr Problem und hatte keine Lust, sich umzustellen.

Nur: Es gibt keinen anderen Weg als die Allergen-Karenz. Man muss die Duftstoffe konsequent von der Haut verbannen. Denn eine ursächliche Therapie gibt es nicht.

Halloween!

Ich freue mich, dass ich in Bälde die praktische und schriftliche Prüfung zur Kosmetikerin ablegen darf. Anfang November ist es soweit auf der renommierten Schule von Dr. LeibbrandUnser Schulungsthema in dieser Woche: Halloween!

Hübsch hässlich, gell?

Keine Angst, in Wahrheit sehe ich immer noch so aus:

Das ist keine Werbung für künstliche Nägel, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Tatsächlich ist das die Gesichtsmassage, die wir uns zu Schulungszwecken gegenseitig verpassen. Hier im Bild mit den Stilettos, von denen meine liebe Mitschülerin sich partout nicht trennen kann. Also ich sach mal: Stilettos im Gesicht – das hat man nicht alle Tage und das ist auch ein bisschen gruselig. Nicht so gruselig wie Halloween, sondern eher so „Jurassic-Park-mäßig“: Wenn der Tyrannosaurus Rex mit den langen Krallen ans Autofenster klopft. Der Tropensturm pfeift, es schüttet wie aus Eimern und der T-Rex bricht mit einem höllischen Gebrüll aus seinem Gehege aus. Er zerlegt razzfazz einen Geländewagen und verputzt dabei beinahe auch die Kinder in dem Auto, doch sie können entkommen, weil der obercoole Dr. Ian Malcolm alias Jeff Goldblum eingreift. Dr. Malcolm ist natürlich klar, dass Menschen für das 12-Tonnen-Monster mit den spitzen Beißerchen nichts weiter sind als eine kleine Zwischenmahlzeit. Er überlebt dank eines Ablenkungsmanövers, aber nur knapp. Die Kinder überleben auch und ich auch. Aber nur knapp 😉

Aldi für Allergiker: Super-Hautbalsam, super günstig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass gute Hautpflege keine Frage des Geldbeutels ist, ist bekannt.  

Und heute habe ich wieder ein schönes Produkt entdeckt: Eine Fußcreme ohne Duftstoffe, für schlappe 3,99 Euro bei Aldi. Sensationell ist der hohe Anteil von Urea (Harnstoff) von zehn Prozent. Urea ist ein Feuchthaltefaktor, den die Haut besonders gern mag, weil er Wasser bindet und zugleich entzündungshemmend und juckreizstillend wirkt. 

Diesen Fußbalsam würde ich auch an den Beinen verwenden. An den Armen aber eher nicht, wegen des Geruchs. Urea ohne Duftstoffe riecht tatsächlich etwas medizinisch streng und wenn man die Arme eincremt, dringt der Geruch unweigerlich bis zur Nase vor.

Echten Gruselschrott fand ich dagegen im Bioladen: 11,99 Euro für 200 Milliliter Körperlotion von der Firma Luvos Heilerde. Ungefähr dieselbe Menge wie der Fuß-Balsam. Eigenwerbung von Luvos Heilerde: „Für sehr trockene, gereizte Haut, auch bei Neurodermitis“ / „Medizinische Hautpflege“ / „Kontrollierte Naturkosmetik“ / „Wir verzichten in allen Luvos med-Produkten auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe“ / „Dieses Produkt ist vegan“ / „Für schöne und gesunde Haut“

Klingt alles super, oder?

Inhaltsstoffe unter anderem: Citronellol, Linalool, Parfüm.

So ein Produkt offensiv als medizinische Hautpflege für Neurodermitiker zu vermarkten, ist ziemlich abgebrüht.

 

Date mit einer Duftstoff-Allergikerin

Vor einiger Zeit bekam ich eine sehr nette Anfrage: Ich habe eine Date mit einer Duftstoff-Allergikerin – kannst du mir helfen? Was muss ich beachten?

Das fand ich echt süß! Im Netz zu googlen, was man tun kann, wenn man jemanden von dieser seltenen Spezies näher kennen lernen möchte – das klingt schwer verliebt! Was mache ich nur, wenn der/die Angebetete an dem Abend nicht nur reden will, sondern tatsächlich mehr daraus wird???

Tja, gute Frage. Denn als Single am Wochenende auf der Pirsch und dann jemanden spontan küssen – das könnte unangenehme Folgen haben. Dem Objekt der Begierde das T-Shirt vom Leib reißen, um festzustellen, dass darunter alles nach Boss, Armani oder Joop riecht?! Uaaaah …. 

Nicht wirklich sexy ist auch der Anmach-Spruch: Könntest Du den Lipgloss entfernen? Ich würde dich gern küssen.

Manches wird vielleicht einfacher dadurch, dass die meisten Duftstoff-Allergiker Frauen sind (90 Prozent). Oder anders gesagt: Männer tragen keinen Lipgloss. Die gute Nachricht für die meisten von uns ist daher: Knutschen ohne Reue – das sollte funktionieren.

Aber Männer lieben eben (meistens) nicht nur Frauen, sondern auch ihre Nivea-Creme und ihre Nivea-Bodylotion. Denn sie glauben, dass die Produkte aus der blauen Tube mit der weißen Schrift unheimlich hautverträglich sind, weil sie schon von Mama damit eingecremt worden sind (das denken die Mädels übrigens auch).

Nur: Das ist nicht so. Und ironischerweise ist es gerade beim ersten Date so, dass viele sich mit einem tollen Parfüm, frisch gewaschenen Haaren und gut eingecremt von ihrer besten Seite präsentieren wollen.

Tja – the way to hell is paved with good intentions, wie die Engländer gern sagen. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert 😉

Duftende Seife ohne allergische Reaktionen

Kaum zu glauben, aber ich habe eine wohlriechende Seife gefunden, die KEINE allergisierenden Duftstoffe enthält. Angeboten wird sie von der Firma Mossmed (www.mossmed.de)

Entdeckt habe ich die Seifen nicht im Bio-Laden, sondern im Supermarkt um die Ecke. Es gibt diese Seifen in verschiedenen Duft-Richtungen: Angenehm herb riecht zum Beispiel „African Black Soap“, die „Englische Rose“ ist blumig und der „Dünentraum“ eher frisch und mineralisch. Die Seifen sind nicht ganz billig und kosten so um die 9 Euro.

Fazit: Eine echte Alternative für Duftstoff-Allergiker! Milder Duft, keine allergisierenden Inhaltsstoffe und sehr dekorativ im Badezimmer. Natürlich sollte Seife aber nur zurückhaltend verwendet werden, weil sie einen pH-Wert hat, der deutlich über dem des Säureschutzmantels der Haut liegt.