Date mit einer Duftstoff-Allergikerin

Vor einiger Zeit bekam ich eine sehr nette Anfrage: Ich habe eine Date mit einer Duftstoff-Allergikerin – kannst du mir helfen? Was muss ich beachten?

Das fand ich echt süß! Im Netz zu googlen, was man tun kann, wenn man jemanden von dieser seltenen Spezies näher kennen lernen möchte – das klingt schwer verliebt! Was mache ich nur, wenn der/die Angebetete an dem Abend nicht nur reden will, sondern tatsächlich mehr daraus wird???

Tja, gute Frage. Denn als Single am Wochenende auf der Pirsch und dann jemanden spontan küssen – das könnte unangenehme Folgen haben. Dem Objekt der Begierde das T-Shirt vom Leib reißen, um festzustellen, dass darunter alles nach Boss, Armani oder Joop riecht?! Uaaaah …. 

Nicht wirklich sexy ist auch der Anmach-Spruch: Könntest Du den Lipgloss entfernen? Ich würde dich gern küssen.

Manches wird vielleicht einfacher dadurch, dass die meisten Duftstoff-Allergiker Frauen sind (90 Prozent). Oder anders gesagt: Männer tragen keinen Lipgloss. Die gute Nachricht für die meisten von uns ist daher: Knutschen ohne Reue – das sollte funktionieren.

Aber Männer lieben eben (meistens) nicht nur Frauen, sondern auch ihre Nivea-Creme und ihre Nivea-Bodylotion. Denn sie glauben, dass die Produkte aus der blauen Tube mit der weißen Schrift unheimlich hautverträglich sind, weil sie schon von Mama damit eingecremt worden sind (das denken die Mädels übrigens auch).

Nur: Das ist nicht so. Und ironischerweise ist es gerade beim ersten Date so, dass viele sich mit einem tollen Parfüm, frisch gewaschenen Haaren und gut eingecremt von ihrer besten Seite präsentieren wollen.

Tja – the way to hell is paved with good intentions, wie die Engländer gern sagen. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert 😉

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Mein erster Vortrag! Von Frauen für Frauen …

Ich freue mich total auf meinen ersten Vortrag! Zusammen mit einer befreundeten Kosmetikerin werde ich am 10. Februar, 19 Uhr, in Bremen beim Deutschen Hausfrauenbund über die Duftstoffallergie sprechen.

Ich freue mich, denn dort werden Frauen ausgebildet, die in Kitas arbeiten und ihr Wissen auch an Mütter weitergeben können. Wer Zeit, Lust und die Möglichkeit hat zu kommen: Anmeldung unter info@dhb-bremen.de, der Eintritt kostet 5 Euro und die Adresse lautet Am Neuen Markt 14.

Weitere Frauennetzwerke sind bereits kontaktiert, Pressemitteilungen an die regionalen Medien verschickt – ich bin gespannt! Natürlich ist mir klar, dass auch Männer von dieser Allergie betroffen sind – aber 90 Prozent sind nun einmal Frauen, deshalb habe ich die Frauennetzwerke in den Fokus genommen …

Samstags-Shopping in der Apotheke

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Hier kommt die Ausbeute meines heutigen Shopping-Nachmittags: Haarspülung von Siriderma und ein Make-up-Entferner von Avène. 

Die Haarspülung kenne ich schon gut. Ich finde sie besser für meine trockenen Haare als die Spülung von Neutrale Produkte, nach dem Waschen im Haar irgendwie zu schwer und cremig ist.

Der Make-up-Entferner von Avène muss sich erst noch bewähren. Die INCI-Liste sieht auf jeden Fall sehr gut aus und die Konsistenz ist angenehm, ganz leicht gel-artig.

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Per Post ist auch ein neuer Lipgloss von Paulas Choice angekommen. Das Besondere daran ist, dass er einen hohen Lichtschutzfaktor hat. Ansonsten habe ich bisher einen schönen Lipgloss von Chanel, der super funktioniert und keine Duftstoffe enthält. Der französische Luxuswaren-Konzern wirbt zwar nicht damit, Produkte für Allergiker herzustellen. Aber beim Lipgloss geben sie sich offensichtlich Mühe. Der einzige Unterschied ist, dass er keinen Lichtschutzfaktor hat.

Tierische Testerin: Bericht aus dem Zahnlabor, Teil 2

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Auf der Suche nach einer Zahnpasta, die für Allergiker geeignet ist, konnte ich diesmal eine erfahrene Testerin gewinnen: Eni. Eni ist ein „Besuchshund“. Sie gehört einer Freundin und war am Wochenende bei uns. Sie ist charmant und kommunikativ, kann aber auch eigenwillig sein. Normalerweise testet Eni Lebensmittel, die versehentlich frei herumliegen, immer direkt vor Ort in der Küche oder im Wohnzimmer. Trotzdem hat sie sich zum Zahnpasta-Test inklusive Fotoshooting „breitschlagen“ lassen – dank diverser Leckerlis in Form von Hundekuchen.

Wie man sieht, nimmt Eni hier Witterung auf zu meiner derzeit faquinta2vorisierten Zahnpasta: Parodontax. Bei Parodontax bin ich gelandet, weil die Versuche mit Elmex Sensitiv und Elmex mentholfrei leider nicht erfolgreich waren. Diese Zahncremes sind zwar sanft zu Lippen und Mundwinkeln. Aber wenn man Kronen hat, reinigen sie das Zahnfleisch nicht effektiv genug – Zahnfleischbluten ist die Folge.

Davor hatte ich mit Sensodyne Repair & Protect geputzt. Das Zahnfleischbluten war weg, aber ich bekam ziemlich rissige Mundwinkel. Die Paste enthält nämlich Sodium Lauryl Sulfat, ein Tensid, das für Schaum und Reinigung sorgt und das in vielen Shampoos und Duschgels eingesetzt wird. Sodium Lauryl Sulfat ist dafür bekannt, dass es allergische Reaktionen auslösen kann. Deshalb habe ich nach einer Zahnpasta ohne Sodium Lauryl Sulfat gesucht und Parodontax gefunden.

Also: Parodontax schäumt nicht und schmeckt auch nicht lecker, sondern irgendwie nach Lakritz. Aber ehrlich gesagt: Wenn ich eine Zahnpasta finde, die Zahnfleischbluten verhindert UND für glatte Lippen ohne Schorf und ohne eingerissene Mundwinkel sorgt, dann darf die Paste meinetwegen auch nach grüner Seife schmecken 😉

Eni sieht das natürlich anders: Für sie muss es lecker sein. Sie bevorzugt schmackhafte Wurststücke, Äpfel oder Frolics. Parodontax fand sie geschmacklich nicht so dolle.

Trotzdem hat die Qualität sie überzeugt, denn sie ist eine ernsthafte Testerin und kein albernes Modell mit Blendax-Lächeln.

Enis Fazit: Glückliche Hunde putzen mit Parodontax!

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Lächeln! Der aktuelle Bericht aus dem Zahnlabor

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Die Suche nach der richtigen Zahnpasta ist ein Kapitel für sich.

Hautpflege funktioniert gut, Haarpflege auch. Wasch- und Putzmittel für Allergiker: Mit ein bisschen Übung kein Thema. Bei Zahnpasta ist das Problem: Sie soll die Bakterien wegmachen und zwar richtig kräftig. Denn sonst droht Zahnfleischbluten. Und das kann ziemlich unangenehm werden, wenn man hier und da eine Krone hat und das Zahnfleisch schnell empfindlich reagiert. Nur: eine Reinigung mit scharfen Zusatzstoffen enthält oft auch Duftstoffe. Vielleicht, weil die Inhaltsstoffe so unangenehm riechen?  Warum das so ist, ist nicht ganz klar. Klar ist allerdings: Allergiker können hier zwischen zwei Übeln wählen: Zahnfleischbluten oder dauerhaft schorfige Lippen? Beides nicht toll.

Die Lösung, so schien es bisher bei mir: Das vegane Zahngel von Lavera mit Meersalz und Karvonöl, also eine Art Kümmel-Öl. Schmeckt aromatisch und reinigt gut – aber nicht gut genug. An den Kronen reichte die antibakterielle Wirkung nicht aus – heftiges Zahnfleischbluten war die Folge.

Also bin ich auf Sensodyne repair + protect umgestiegen Die Lippen reagierten nach einiger Zeit auf den Duftstoff Limonene und das sah nicht besonders toll aus und wurde mit jedem Putz-Vorgang schlimmer. 

Jetzt probiere ich eine neue Zahncreme aus. Mein derzeitiger Favorit ist Elmex mentholfrei. Die Tube hat einen orangen Schriftzug, der ein bisschen an die 1980er erinnert. Die Zahnpasta schmeckt etwas süß, nach Bananeneis oder so – nicht gerade der typische Zahnpasta-Geschmack.

Mal sehen, ob die neue Zahnpasta das passende Ergebnis liefert – Zähne ohne Zahnfleischbluten UND glatte Lippen.

Kein Anti-Aging ohne Lichtschutzfaktor

Ich ärgere mich fast, dass ich diese Allergie nicht schon früher bekommen habe. Das klingt paradox, aber dadurch beschäftige ich mich eben sehr intensiv mit Hautpflege. Und mittlerweile weiß ich ziemlich genau, was ich will: Keine Duftstoffe, keinen Alkohol, der die Haut austrocknet, sondern wirksame Inhaltsstoffe wie Hyaluron und Retinol. Und vor allem: Lichtschutzfaktor. Ohne Lichtschutzfaktor 50 auf dem Gesicht und auf dem Hals gehe ich nicht mehr aus dem Haus. Das ist mit Abstand der wichtigste Anti-Aging-Faktor.

Wenn ich das alles schon vor 10 oder 20 Jahren gewusst hätte, hätte meine Haut sich bestimmt gefreut und weniger Falten bekommen. 

Umso erstaunlicher finde ich, was in Apotheken für teuer Geld verkauft wird: eine neue Pflege von Vichy namens „Slow Age“. Sie soll die Hautalterung verzögern und ist für „sensible Haut geeignet“. Sie enthält keinen ausgewiesenen Lichtschutzfaktor, dafür aber Parfüm und irgendeine chinesische Wurzel und kostet stolze 46 Euro für 100 Milliliter.

Ich sach mal: Die Kosmetik-Industrie ist wirklich kreativ und denen ist auch nix peinlich, denn irgendwie merkt’s ja keiner.

Zurzeit brauche ich besonders viel LSF – am Gardasee!

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Gut, besser, Balea

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Ich freue mich, wenn ich wieder mal ein tolles Produkt entdeckt habe, das die Haut ohne Duftstoffe super pflegt. Diese Creme habe ich im Internet entdeckt.

Balea ultra sensitiv riecht nicht und ist das eine gute und günstige Feuchtigkeitscreme fürs Gesicht. Sie fühlt sich gut an, zieht schnell ein, passt in die Handtasche und kostet drei Euro und ein paar Cent und wird sogar vom Deutschen Allergikerbund empfohlen.

Im Drogeriemarkt, wo es die Creme gibt (dm), musste ich ein wenig suchen, irgendwo unten rechts im Regal. Die Verpackung ist praktisch und hat eine kleine Öffnung, was bekanntlich dafür sorgt, dass die Inhaltsstoffe sich besser und länger halten.

Neben mir standen zwei Frauen, die diverse Cremes, Bodylotions und Shampoos gemeinsam begutachten und sich darüber freuen, „wie gut die riechen“. Oder die sich darüber freuen, dass Nivea jetzt sogar ein Parfüm mit dem typischen Nivea-Duft anbietet.