Die „Weiß“-heit der Sonnencreme

Weiß, weißer – mineralischer Lichtschutzfaktor! Liebe Leser/innen dieses Blogs, ab sofort verwende ich Lichtschutzfaktor mit mineralischem Filter und natürlich ohne Duftstoffe. Denn die Duftstoffe sind in der Sonnencreme, die von Nivea mit „Macht keine Flecken auf der Kleidung“ beworben wird, leider enthalten und damit ist die Creme für mich nicht nutzbar.

Als mineralische Filter empfohlen werden Titaniumdioxid und Zinkoxid (INCI: Titanium Diodixde, Zinc Oxide). Sie sorgen dafür, dass das Sonnenlicht auf der Haut reflektiert wird. Das kann man sich sehr gut vorstellen, wenn man nach dem Eincremen den weißen Belag auf den Händen sieht, der gründlich abgewaschen werden sollte.

Ansonsten ist der Vorteil von mineralischem LSF: Er macht keine Flecken auf der Kleidung. Mein derzeitiger Favorit ist von Avène, heißt „Creme minerale sans parfum“ und hat LSF 50. Auch von Paulas Choice gibt es ein gutes Produkt namens „Skin recovery“ mit LSF 50, allerdings ist es deutlich teurer als die Creme von Avène.

Sonnige Grüße wünscht Euch

Coco mit einem Bild aus dem Garten 🙂

 

Ein neuer Sonnenschutz ohne Verfärbungen – wirklich?

Liebe Leser/innen,

gestern im Supermarkt. Im Regal entdecke ich eine neue Sonnencreme von Nivea mit „Kleiderschutz“ – also ohne Verfärbungen auf den Klamotten. Klingt gut und vielversprechend. Hat jemand damit Erfahrungen, sind solche Versprechen überhaupt realistisch?

Davon abgesehen kommt die neue Sonnencreme für mich leider nicht infrage, denn sie enthält jede Menge Duftstoffe wie Coumarin, Citronellol, Linalool, Limonene. Tja, gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Oder wie die Engländer gern sagen: The way to hell is paved with good intentions – der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Der gute Vorsatz ist zwar erkennbar, aber nicht wirklich auf alle Aspekte einer sinnvollen Hautpflege angewendet worden. Schade.

Aber: Wenn ein Hersteller wie Nivea tatsächlich Sonnencreme ohne Verfärbungen hinbekommt, dann können es andere wie Paula’s Choice vielleicht ja auch. Konkurrenz belebt das Geschäft. Und deshalb ist es auf jeden Fall ist es einen Versuch wert, den Kundenservice zu kontaktieren.

Das werde ich jetzt machen! Eure Coco

Ein echtes Luxusproblem ;-)

Lieber Leser/innen,

am Freitag halte ich zum zweiten Mal den Vortrag über Kosmetik und Kontaktallergene / Duftstoffe.

Als ich das Thema bei verschiedenen Institutionen (VHS und andere) vorgestellt habe, gab es wie gesagt einige interessante Reaktionen. Zum Beispiel auch diese hier: Kosmetik und Kontaktallergene? Das ist doch ein Nischenthema. Ein Luxusproblem! Wir haben hier in unserer Institution viele superwichtige kulturelle / soziale / berufliche Themen! Nicht irgend so ein Kosmetik-Kram, sondern hoch relevante Angebote für sozial Benachteiligte – für Mobbing-Opfer – für ADHS-Kinder – Kochkurse für Vegetarier – Schulungen für interkulturelle Kommunikation etc. pp.

Okay: Ja, es stimmt, das sind alles gute und wichtige Themen. Geantwortet habe ich auf solche Reaktionen aber etwas anderes. Nämlich das: Zeigen Sie mir einen sozial Benachteiligten – ein Mobbing-Opfer – ein ADHS-Kind – einen Vegetarier – einen Experten für interkulturelle Kommunikation, der/die sich NICHT täglich eincremt. Zeigen Sie mir die Person – arm oder reich, Mann oder Frau, alt oder jung, dick oder dünn, Migrant oder Nicht-Migrant – die sich NICHT regelmäßig die Haare wäscht und NICHT ihre Klamotten in die Waschmaschine steckt.

Zeigen Sie mir den Experten für interkulturelle Kommunikation, der sich NIE wäscht und eincremt, und ich habe die Wette verloren und spendiere einen großen Eisbecher mit ganz viel Sahne, Erdbeeren und Schokoladen-Soße 😉

Kosmetik mit Kontaktallergenen, die sehr, sehr viele Menschen bedenkenlos verwenden, weil sie die Inhaltsstoffe nicht genau kennen, ist kein Nischenthema und auch kein Luxusproblem.

Einen schönen, sonnigen Abend 

wünscht Euch Coco

Mein erster Vortrag! Von Frauen für Frauen …

Liebe Mit-Allergiker,

ich freue mich total auf meinen ersten Vortrag! Zusammen mit einer befreundeten Kosmetikerin werde ich am 10. Februar, 19 Uhr, in Bremen beim Deutschen Hausfrauenbund über die Duftstoffallergie sprechen.

Ich freue mich, denn dort werden Frauen ausgebildet, die in Kitas arbeiten und ihr Wissen auch an Mütter weitergeben können. Wer Zeit, Lust und die Möglichkeit hat zu kommen: Anmeldung unter info@dhb-bremen.de, der Eintritt kostet 5 Euro und die Adresse lautet Am Neuen Markt 14.

Weitere Frauennetzwerke sind bereits kontaktiert, Pressemitteilungen an die regionalen Medien verschickt – ich bin gespannt!

Bis bald! Eure Coco

PS. Natürlich ist mir klar, dass auch Männer von dieser Allergie betroffen sind – aber 90 Prozent sind nun einmal Frauen, deshalb habe ich die Frauennetzwerke in den Fokus genommen …

Hyaluron hilft gegen raue Winternasen


rotenase1Liebe Leser/innen dieses Blogs,

ich habe eine neue Option gegen ausgetrocknete Winterhaut gefunden: Hyaluron! Das ist jetzt keine echte Überraschung. Klar, Hyaluron führt der Haut Feuchtigkeit zu.

Aber dieser Wirkstoff – konzentriert in Produkten ohne Duftstoffe von Firmen wie Siriderma oder Skinceuticals (beides aus der Apotheke) – wirkt auch besonders gut, wenn die Nase rau wird. Dafür hatte ich bisher eher fetthaltige Cremes verwendet.

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Ich habe sowieso sehr trockene Haut. Im Winter, wenn die Heizung läuft, wird es noch schlimmer. Im Gesicht, vor allem auf den Wangen, habe ich teilweise richtig rote und schorfige Stellen. Auch an der Nase, wo die warme Atemluft auf die trockene und kalte Luft trifft, ist die Haut oft gerötet und schuppig. Das kann durchaus unangenehm sein, weil es „ziept“.

Kurz und gut: Bisher habe ich versucht, das Problem mit einer besonders fetthaltigen Creme in den Griff zu bekommen. Das klappte nicht besonders gut. Mit Hyaluron-Produkten funktioniert es dagegen super. Die Haut wird weich, die schorfigen Stellen verschwinden und die Nase tut nicht mehr weh. Dann noch eine fetthaltige Creme drüber (natürlich auch ohne Duftstoffe, z. B. Balea ultra sensitiv), um den Effekt zu verstärken, und die „Nasen-Reparatur“ ist perfekt.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

wünscht Euch Coco

Apfelsaft aus dem eigenen Garten

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Liebe Mit-Allergiker,

wir haben in unserem Garten einen schönen alten Apfelbaum. Er hat einen klangvollen Namen: „Geheimrat Dr. Oldenburg“ heißt die Sorte und sieht auch sehr dekorativ aus.

Wir haben in diesem Jahr 40 Kilo Äpfel geerntet, die wir vom Baum geschüttelt haben. Das ist die beste Methode, denn der „Geheimrat“, der schon ziemlich betagt ist, ist auch sehr hoch: Ungefähr 4 Meter. Also setze ich einen Fahrradhelm auf (als Schutz vor tieffliegenden Äpfeln), steige auf die Leiter und schüttele die Äste mit einer Harke, die an einem „Gardena“-Teleskop-Stock befestigt ist.img_1494

Dann sind wir zur Mosterei gefahren, in der man den eigenen Saft mit nach Hause nehmen kann, und jetzt haben wir 30 Liter super-leckeren, süß-sauren Apfelsaft.

Was das alles mit einer Allergie zu tun hat? Eigentlich nichts. Außer, dass ich von rohen Äpfeln (und Karotten und Haselnüssen) oft Pusteln an den Lippen bekomme. Deshalb haben wir einige Jahre nicht viel gemacht mit unseren Äpfeln. Ab und zu Apfelkuchen  – den Rest haben wir den Eichhörnchen, Amseln und Meisen überlassen.

Bis wir auf die Idee mit dem Saft gekommen sind. Viele Allergiker haben mit gekochten Äpfeln und Karotten keine Probleme. Das gilt auch für den Saft, der beim Mosten ziemlich heiß wird. Und das Beste daran: Der Saft schmeckt natürlich genau so, wie die Äpfel in unserem Garten  🙂

Sonnige Grüße an diesem schönen Herbsttag,

Eure Coco

Lächeln! Der aktuelle Bericht aus dem Zahnlabor

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Liebe Duftstoffallergiker,

die Suche nach der richtigen Zahnpasta für Allergiker ist nicht einfach. Hautpflege funktioniert gut, Haarpflege auch. Wasch- und Putzmittel für Allergiker: Mit ein bisschen Übung kein Thema.

Bei Zahnpasta ist das Problem: Sie soll die Bakterien wegmachen und zwar richtig kräftig. Denn sonst droht Zahnfleischbluten. Und das kann ziemlich unangenehm werden, wenn man hier und da eine Krone hat und das Zahnfleisch schnell empfindlich reagiert. Nur: eine Reinigung mit scharfen Zusatzstoffen enthält oft auch Duftstoffe – und das greift die Lippen an und macht Risse in den Mundwinkeln. Klingt banal, ist aber auf Dauer sehr unangenehm. Allergiker können dann zwischen zwei Übeln wählen: Zahnfleischbluten oder dauerhaft schorfige Lippen? Beides nicht toll.

Die Lösung, so schien es: Das vegane Zahngel von Lavera mit Meersalz und Karvonöl, also eine Art Kümmel-Öl. Schmeckt aromatisch und reinigt gut – aber nicht gut genug. Nach einigen Wochen zeigte sich: An den Kronen reichte die antibakterielle Wirkung nicht aus – heftiges Zahnfleischbluten war die Folge.

Also bin ich auf Sensodyne repair + protect umgestiegen (unten auf dem Foto). Es funktionierte eine Weile ganz gut, das Zahnfleischbluten war weg. Nur: Die Lippen reagierten nach einiger Zeit auf den Duftstoff Limonene und das sah nicht besonders toll aus und wurde mit jedem Putz-Vorgang schlimmer. 

Jetzt probiere ich eine neue Zahncreme aus. Mein derzeitiger Favorit ist Elmex mentholfrei. Die Tube hat einen orangen Schriftzug, der ein bisschen an die 1980er erinnert. Die Zahnpasta schmeckt etwas süß, nach Bananeneis oder so – nicht gerade der typische Zahnpasta-Geschmack.

Mal sehen, ob die neue Zahnpasta das passende Ergebnis liefert – Zähne ohne Zahnfleischbluten UND glatte Lippen.

Die Fortsetzung aus dem Zahnlabor folgt! Eure Coco

PS. Nette und nicht ganz ernst gemeinte Storys findet man in dem „Reiseführer“: „Molwanien – Land des schadhaften Lächelns“ 😉