Makeup-Entferner, vom Apotheker entwickelt

Geht doch: Makeup-Entferner und Deo aus der Apotheke für sensible Haut. Entwickelt von der „Apothekenfamilie Böhm“ in Naumburg und Laucha, die diese Produkte in Italien herstellen lässt. Warum machen das nicht viel mehr Apotheken? Zugegeben, das Design ist etwas blumig, aber auf den Inhalt kommt es an. Beides ohne Parfüm, das Deo auch ohne Aluminiumsalze und Alkohol.

Ganz billig ist es nicht, der Makeup-Entferner kostet 13 Euro für 250ml, das Deo 9.90 für 100m. Aber für solche Produkte gebe ich das gern aus!

 

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Date mit einer Duftstoff-Allergikerin

Vor einiger Zeit bekam ich eine sehr nette Anfrage: Ich habe eine Date mit einer Duftstoff-Allergikerin – kannst du mir helfen? Was muss ich beachten?

Das fand ich echt süß! Im Netz zu googlen, was man tun kann, wenn man jemanden von dieser seltenen Spezies näher kennen lernen möchte – das klingt schwer verliebt! Was mache ich nur, wenn der/die Angebetete an dem Abend nicht nur reden will, sondern tatsächlich mehr daraus wird???

Tja, gute Frage. Denn als Single am Wochenende auf der Pirsch und dann jemanden spontan küssen – das könnte unangenehme Folgen haben. Dem Objekt der Begierde das T-Shirt vom Leib reißen, um festzustellen, dass darunter alles nach Boss, Armani oder Joop riecht?! Uaaaah …. 

Nicht wirklich sexy ist auch der Anmach-Spruch: Könntest Du den Lipgloss entfernen? Ich würde dich gern küssen.

Manches wird vielleicht einfacher dadurch, dass die meisten Duftstoff-Allergiker Frauen sind (90 Prozent). Oder anders gesagt: Männer tragen keinen Lipgloss. Die gute Nachricht für die meisten von uns ist daher: Knutschen ohne Reue – das sollte funktionieren.

Aber Männer lieben eben (meistens) nicht nur Frauen, sondern auch ihre Nivea-Creme und ihre Nivea-Bodylotion. Denn sie glauben, dass die Produkte aus der blauen Tube mit der weißen Schrift unheimlich hautverträglich sind, weil sie schon von Mama damit eingecremt worden sind (das denken die Mädels übrigens auch).

Nur: Das ist nicht so. Und ironischerweise ist es gerade beim ersten Date so, dass viele sich mit einem tollen Parfüm, frisch gewaschenen Haaren und gut eingecremt von ihrer besten Seite präsentieren wollen.

Tja – the way to hell is paved with good intentions, wie die Engländer gern sagen. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert 😉

Waschmittel für Allergiker

Domol

Bloggerinnen wie bei Incipedia und Skincareinspirations sind einfach top. Man findet dort eine ziemlich geballte Sachkenntnis über Hautpflege und ihre Inhaltsstoffe.

Aber: Ich konzentriere mich auf Duftstoffe. Und Allergiker brauchen mehr als nur Super-Hautpflege. Sie brauchen vor allem auch – siehe oben – ein 100prozentig duftstofffreies Waschmittel für Handtücher und Bettwäsche. Denn ansonsten reibt man sich die Duftstoffe jede Nacht sechs bis acht Stunden mit dem Kopfkissen selbst ins Gesicht. Und morgens und abends mit dem Handtuch.

Ich finde Domol ultra sensitiv von Rossmann super. Total günstig, Waschpulver für weiße Wäsche und Flüssigwaschmittel für bunte. Und es gibt auch Tabs für die Geschirrspülmaschine (Duftstoffe an den Händen, wenn man die Maschine ausräumt und das Geschirr noch nicht trocken ist). Ich hatte mal die Geschirrspültabs aus dem Reformhaus, aber damit wurde das Geschirr nicht sauber.

Es gibt auch andere tolle Waschmittel (siehe oben, Dalli), aber Domol funktioniert bestens und ist auch noch günstig.

Aloha!

Inner-Beauty-Aloha

An dieser Kosmetiktasche konnte ich einfach nicht vorbeigehen, ohne sie käuflich zu erwerben. Zwar klingt „Inner beauty is for amateurs“ provozierend arrogant. Aber das ist wohl auch die Absicht und der Retro-Charme mit Hawaii im Hintergrund ist nett.

Und außerdem kann es nicht schaden, aus dem Lager der Amateure in die Profi-Liga zu wechseln.

In diesem Sinne: Duftstoff-Allergiker aller Länder vereinigt Euch! Erzählt anderen, woran man gute Pflegeprodukte erkennt. Und woran die miesen Mogelpackungen, in denen sich fiese Allergene tummeln.

Mahalo!

Weihnachten in fremden Bädern

Weihnachten bei Muttern – oder den Schwiegereltern – oder wem auch immer – ist wie eine Zeitreise: So (oder fast so) sah mein Badezimmer auch aus, bevor ich gegen Duftstoffe allergisch wurde. 

Kunterbunte Tiegel und Töpfe, nette Duschgels in schillernden Farben von Molton Brown und Jo Malone, Seife mit Vanille oder Zitrusduft, Raumdüfte, dekorative Parfümflakons, Haarspray, Make-up, Cremes und Lotions in allen Duftvarianten. Handtücher, von Weichspülern durchtränkt. Selbst aus der Toilette duftet es lieblich …

Und ich stehe da und denke: Au weia. Die Seife benutze ich nicht und die Handtücher auch nicht. Heißes Wasser reicht und die Hände werden auch so wieder trocken. Duftet etwa auch das Klopapier?

Wenn man einmal die Brille „Duftstoffe sind Gruselschrott“ aufgesetzt hat, kann man sie nicht mehr abnehmen. Man scannt die Umgebung automatisch ab, fast unbewusst.

Der schlichte Merkspruch lautet: Wenn es stinkt wie Zorro / nach Chemiekeule / nach gar nichts – dann ist alles gut! Wenn Düfte von Maiglöckchen, Zimt, skandinavischen Wäldern oder Irish Moos die Nase erreichen – Hands off! Denn was auf den Händen ankommt, landet ganz schnell im Gesicht und macht Quaddeln.

Saisons greetings!

Denn sie wissen nicht, was sie tun: Wenn Ärzte Allergiker beraten

Allergie-Mund

 

 

 

 

 

 

 

Die Beratung durch den Hautarzt war bei mir leider ein totaler Flop. Nach dem Allergietest, der positiv ausfiel, sagte er: Sie haben eine Duftstoff-Allergie. Verwenden Sie kein Parfüm. Wenn es trotzdem Probleme gibt, nehmen Sie die Cortison-Creme und die Cortison-Tabletten.

Manchmal war mein Mund so rissig, dass ich nicht mehr essen konnte. Die Risse bluteten. Auch die Augen waren dick. Aber am Mund war es schlimmer, denn er kommt immer wieder in Kontakt mit Nahrungsmitteln. Das reizte die rissigen Stellen zusätzlich. Das alles zog sich über Monate hin. Ich nahm regelmäßig Cortison und cremte die Haut damit ein.

Trotzdem sahen meine Augen immer wieder so aus, wie man links im Bild sehen kann: Rot, schorfig und geschwollen.

Als ich nach drei Monaten wieder bei diesem Arzt war, hat er überhaupt nicht mehr zugehört. Ich erklärte ihm, dass das von ihm verschriebene Cortison keine Dauerlösung sein kann. Nachdem ich mit meiner Schilderung fertig war, wachte er aus seinem Koma wieder auf und meinte: Dann verschreibe ich ihnen Cortison, das hilft.

Okay – dann vielen Dank fürs Zuhören!

Totales Desinteresse, kombiniert mit null Kompetenz in Sachen Duftstoffallergie ist ziemlich mager für einen Mediziner, der auf Hautzustände spezialisiert ist. Er hätte erläutern können, dass Duftstoffe in Deutschland universell eingesetzt werden dürfen. Er hätte erklären können, was ich alles tun muss, um den Kontakt zu vermeiden und dass Allergen-Karenz das einzige ist, was hilft – außer Cortison. Er hätte die Namen der Duftstoffe nennen können: Cinnamal, Geraniol, Linalool, Citronellol, Limonene, Lyral und so weiter. Er hätte mir verraten können, dass ich ab sofort die Liste mit Inhaltsangaben bei Waschpulver, bei Shampoo und bei der Hautcreme immer auf diese Begriffe überprüfen sollte. 

Er hätte sagen können: Wenn sie das nicht tun, haben sie jede Woche Cortison-Creme im Gesicht.

Es hat dann noch ein paar Monate gedauert, bis ich das selbst herausgefunden habe. Aber es gibt auch andere, gut informierte Hautärzte. Heute ist mein Gesicht wieder glatt und schier, wie der Norddeutsche so sagt. Dank konsequenter Vermeidung.